Wenn zwei das Gleiche tun, so ist das nicht dasselbe

Dieses altbekannte Sprichwort kam mir sofort in den Sinn beim Lesen der heutigen Nassauischen Neuen Presse. In einem Leserbrief äußert sich der Würgeser Ortsvorsteher Klaus Wagner (CDU) wie folgt:
„Entgegen der Darstellung im Bericht kritisieren wir Herrn Bürgermeister Vogel nicht, weil er „hätte stärker gegen die Schließung angehen sollen“, da uns die Reichweite seines Amtes in diesem Punkt sehr wohl bewusst ist. Vielmehr haben wir uns verwundert gezeigt, dass der Bürgermeister in der Presse sein Verständnis für die Schließung der Bankfiliale zum Ausdruck bringt.“
Mit diesem Leserbrief hat die CDU offensichtlich Ihre eigene Pressemitteilung etwas abgemildert, da vermutlich erste Reaktionen darauf das Ganze als das enttarnt haben, was es tatsächlich wohl auch sein sollte: Missbrauch der leider unumstösslichen Schließung der Naspa-Filiale für einen Seitenhieb auf den Bürgermeister.
Noch deutlicher wird das bei Betrachtung der zeitlichen Abläufe.
Mitte September 2019 wurde ich zunächst telefonisch von der Naspa über die beabsichtigte Schließung Ende November 2019 informiert und habe auch umgehend den Würgeser Ortsvorsteher darüber sowie auch das in dieser Sache mit der Naspa für den 15. Oktober terminierte Gespräch informiert.
Im Gespräch hat Herr Gunter Schmitz von der Naspa die Inanspruchnahme von Filiale und auch Geldautomat dargelegt, die demnach dermaßen gering ist, dass ein Weiterbetrieb wirtschaftlich nicht vertretbar und eigentlich auch nicht erforderlich erscheint.
Diese Entscheidung bedauere ich, kann sie aber durchaus nachvollziehen. Ein kleiner Trost ist dabei die Tatsache, dass sich in etwa 100 m Entfernung Filiale und Geldautomat eines anderen Geldinstitutes befinden.
Dass sich die CDU nun erst (praktisch zwei Monate später) des Themas annimmt, könnte ich verstehen, wenn sie nicht gleich von Anbeginn an durch mich unterrichtet worden wäre. Diese Info ist aber nachweislich am 16. September 2019 per E-Mail von mir an Herrn Ortsvorsteher Wagner und von diesem am selben Tag an die übrigen Ortsbeiratsmitglieder weitergegeben worden.
Wohlüberlegte Entscheidungen zu einem weiteren Vorgehen brauchen sicher Zeit, wenn nun aber erst mittlerweile rund drei Monate nach Bekanntwerden der geplanten (und jetzt erfolgten) Schließung eine Reaktion erfolgt, ist für mich die Hauptintention nicht mehr die Rettung der Naspa-Filiale.
Ein Antrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Rühl in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hat aufgezeigt, dass die CDU durchaus mit zweierlei Maß misst. Der Haushaltsansatz für das erst in diesem Jahr eingeführte E-Carsharing sollte demnach für 2020 gestrichen und die Verträge für die beiden Fahrzeuge umgehend gekündigt werden, da es nicht kostendeckend sei. Kommunale Vorbildfunktion für alternative Antriebe, mögliche positive Auswirkungen auf die innerstädtische Luftverschmutzung unserer noch durch die B 8 stark belasteten Kurstadt, der Service für Kurgäste und Einwohner ohne eigenes Kraftfahrzeug oder ähnliche nicht monetär bezifferbare Vorteile scheinen bei der CDU in eine Bewertung nicht eingeflossen zu sein, vielmehr hat man analog zur Naspa einfach die Zahlen entscheiden lassen.
Diese Vorgehensweise teile ich nicht, kann sie aber respektieren, wenn man es denn anderen (hier der Naspa) auch zugestehen würde.
Persönlich sehe ich das differenzierter. Ein Geldinstitut ist ein Wirtschaftsunternehmen und muss das Handeln dementsprechend so ausrichten, dass es am Markt bestehen kann. Ungeachtet dessen geben unsere regionalen Geldinstitute durch Zuschüsse an Institutionen und Vereine auch einiges zurück.
Eine Partei hingegen sollte sich nicht allein der Gewinnmaximierung sondern insbesondere auch dem Wohl der Menschen verpflichtet sehen. Das Zusammenspiel dieser Komponenten macht es aus.

Status quo Erbacher Kita

In der Presse waren in jüngster Zeit verschiedene Darstellungen über das Nichtzustandekommen einer Kooperation zwischen Katholischer Kirchengemeinde Bad Camberg und Stadt für den Neubau der Erbacher Kindertagesstätte zu lesen.
Teilweise wurden damit (bewusst?) Ängste geschürt, die aber unbegründet sind.
Die politischen Gremien haben meines Erachtens nachvollziehbar entschieden und damit das weitere Vorgehen der Verwaltung bestimmt.
Wir werden nun alle Kraft daran setzen, dass ein Neubau ohne zeitliche oder qualitative Rückschritte entsteht.
Sichtweise und Perspektive der Stadtverwaltung sind in dem nachfolgenden Brief an die Elternschaft der Erbacher Kindertagesstätte dargestellt (Zum Lesen bitte anklicken).

Das erwartet uns 2019

Das Jahr 2018 liegt jetzt hinter uns, ich möchte die Gelegenheit nutzen, einen kleinen Ausblick auf einige Maßnahmen zu geben, die uns im neuen Jahr beschäftigen werden.
Die Brandschutzsanierung im Bürgerhaus Kurhaus Bad Camberg läuft weiter und führt nach der Faschingssaison zu größeren Einschränkungen für Veranstaltungen, da der Saal bis in den Herbst hinein nicht zur Verfügung stehen wird. Bei der Planung regelmäßiger Veranstaltungen wurde dies bereits berücksichtigt, so dass z. B. die Kurkonzerte teilweise in der Hohenfeld-Klinik stattfinden. Ansonsten werden verstärkt auch Veranstaltungen in den Bürgerhäusern unserer Stadtteile stattfinden (müssen), dafür steht dann aber mit Abschluss der Arbeiten im Kurhaus wieder eine Räumlichkeit auf neuestem Sicherheitsstandard zur Verfügung.

Leider hat sich der Pächter des Kurhaus-Restaurants entgegen seiner ursprünglichen Absicht für die Beendigung des Pachtverhältnisses entschieden. Neben den baulichen Neuerungen wird also auch der Restaurant-Betrieb in neue Hände gelegt werden müssen. Ich glaube nahezu alle Gäste teilen meine Meinung und bedauern diese Entscheidung.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Familie Tomic für die jahrelange Zusammenarbeit im Kurhaus Bad Camberg.

In unmittelbarer Nachbarschaft neben dem Alten Rathaus startet im Frühjahr der Bau der Fußgängerbrücke über die Kurparkschlucht. Plangemäß im Herbst 2019 soll dann erstmals ein barrierefreies Überqueren der Schlucht möglich sein. Generell für Bad Camberger Kurgäste und Bürger ein erheblicher Komfortgewinn, für viele in ihrer Beweglichkeit Eingeschränkte überhaupt erst eine Möglichkeit mit vertretbarem Aufwand vom Kurgebiet in die Altstadt und retour zu gelangen.

In der Nähe zur Medical-Park-Klinik wird ein Hotelneubau Gestalt annehmen, der Grundstücksverkauf an den Investor ist beschlossen und bereits in Abwicklung. Zukünftig werden dort rund 100 Zimmer/200 Betten für Gäste bereit stehen.

Damit einher geht dann der schon lange geplante Ausbau der Wasserfläche Krimmelbach. Im Zuge dessen wird dort auch ein Barfußpfad realisiert. Hotelneubau und Anlage der Wasserfläche in zeitlicher Nähe geben anschließend dann auch endlich einem angemessenen Straßenausbau Sinn, da nicht mehr mit Beschädigungen durch Baustellenverkehr zu rechnen ist. Für die Kindertagesstätten stehen Neubau (Erbach) bzw. Planung von Erweiterungsbauten (Würges und Oberselters) an.

Im Gewerbegebiet an der Beuerbacher Landstraße soll bis zum Jahresende die neue Produktionsstätte der Firma Brita fertiggestellt sein. Zukünftig werden dort auf knapp vier Hektar Fläche rund 100 neue Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Allen Maßnahmen gemein ist, dass es während der Umsetzung unvermeidlich zu spürbaren Beeinträchtigungen kommen wird. Seitens der Stadtverwaltung und ich denke auch von den ausführenden Firmen wird versucht, diese so gering wie möglich zu halten. An dieser Stelle möchte ich bereits vorab bei den Betroffenen um Verständnis bitten.

Weitere Themen, die uns in 2019 begleiten (und sicher zukünftig Gegenstand gesonderter Berichte) werden, sind die neu gegründete Hospizhilfe Goldener Grund   und auch ein E-Car-Sharing von zunächst zwei Elektrofahrzeugen in Bad Camberg.

 

 

 

 

 

 

Auch für die Zukunft des Freizeit- und Erholungsbades werden in diesem Jahr die Weichen gestellt.

Für das neue Jahr wünsche ich uns allen Gesundheit, beruflichen und privaten Erfolg sowie die Erkenntnis, dass nicht immer alle Wünsche sofort und in vollem Umfang umgesetzt werden können.
Wunder dauern halt manchmal etwas länger. 🙂

Werden Behauptungen durch stete Wiederholung zu Fakten?

In den letzten Wochen häufen sich die Pressemitteilungen einer Partei. Ob nun der Fraktionsvorsitz oder der Posten des Ortsvereinsvorsitzenden neu besetzt wurde, jeder noch so kleine Anlass wird für für eine Pressemitteilung genutzt. Soweit so gut, generell ist ja nichts gegen Werbung in eigener Sache zu sagen. Jeder nach seinem (Geltungs-)Bedürfnis.
Bedenklich finde ich das nur, wenn offensichtlich dieser vermeintliche Anlass primär dazu dient, kontinuierlich Behauptungen zu verbreiten, bis diese von unkritischen Lesern als Fakten aufgenommen werden.
Ich möchte beispielhaft einmal einige Punkte aufgreifen.

„Verfehlte Personalpolitik in der Verwaltung“?
Personalentscheidungen werden durch das Gremium Magistrat getroffen, dem nicht wenige Mitglieder der pressemitteilungsbedürftigen Fraktion angehören. Selbst wenn es bei den wenigen Personalentscheidungen seit April 2017 Fehlentscheidungen gegeben hat, so sind diese nicht unwesentlich unter Mitwirkung der betreffenden Fraktion erfolgt.

„Passiver Bürgermeister ohne Ambitionen und eigene Ideen“?
Belebung der Altstadt durch Etablierung eines Wochenmarktes auf dem Marktplatz, Ansiedlung eines Weltunternehmens wie Brita oder neue Veranstaltungen wie z. B. die Bad Camberger Wissenschaftstage belegen meines Erachtens weder Passivität noch Ideenlosigkeit.

Ich sehe mich nicht in einer Rechtfertigungssituation gegenüber den Behauptungen einer bestimmten Partei, aber ich möchte die Leserinnen und Leser entsprechender Pressemitteilungen motivieren, die Pressetexte nicht einfach als Fakten oder objektive Berichterstattung hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Wer meint, durch Diffamierung anderer an eigener Größe zu gewinnen, ist eigentlich schon geschrumpft…

Neues von Brita

Der nachfolgende Textauszug stammt aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Firma Brita:

BRITA startet größtes Investitionsprojekt seiner Unternehmensgeschichte: Infrastruktur des Hauptsitzes wird stark erweitert

Taunusstein, 30. Januar 2018. BRITA, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Trinkwasseroptimierung und –individualisierung, wird die Infrastruktur seines Hauptsitzes ausbauen. Das jetzt offiziell gestartete Ausbauprojekt mit einem Investitionsvolumen von mindestens 45 Millionen Euro betrachtet gesamthaft die Bereiche Produktion, Logistik und Verwaltung.

„Dieses Vorhaben hat für uns gleich in mehrfacher Hinsicht große Bedeutung“, führt Markus Hankammer als Chief Executive Officer der BRITA Gruppe aus. „Mit dem Ausbau tragen wir unserem kontinuierlichen Wachstum über neue Produkte und Technologien und internationale Märkte Rechnung. Neben der notwendigen Anpassung an die heute absehbaren Bedarfe für die Zukunft geht es schließlich auch darum, unseren hessischen Standort nachhaltig zukunftssicher zu machen, indem wir möglichst vorausschauend handeln. Die Baumaßnahmen sind außerdem sehr umfangreich und müssen so geplant und durchgeführt werden, dass wir auf keinen Fall unseren stabilen und erfolgreichen Betrieb beeinträchtigen.“

Für die Verwaltung wird der Hauptsitz in Taunusstein-Neuhof nach Süden so erweitert werden, dass Raum für 400 zusätzliche Arbeitsplätze entsteht. Dadurch sollen auch die derzeit vorübergehend im Zircon Tower in Wiesbaden tätigen Mitarbeiter in 2020 wieder auf den BRITA Campus zurückkehren können.

BRITAs Produktionsstätte wird von Taunusstein nach Bad Camberg verlagert werden. Dort wird mit sehr guter Anbindung an die A3 auf den gesamten zur Verfügung stehenden 38.000 m² eine hochmoderne Fertigung mit den hierzu erforderlichen Büros und rund 100 Arbeitsplätzen entstehen. „Nur so können sowohl das geplante Wachstum des bestehenden BRITA-Portfolios, als auch die rasch zu erwartenden Volumina neuer, aktuell in der Entwicklung befindlicher Produkte überhaupt bewältigt werden. Wir wollen und müssen aus der Fläche in Bad Camberg angesichts unseres sich rasant entwickelnden Platzbedarfs den größtmöglichen Nutzen ziehen und Zukunftssicherung für unser Herzstück, unsere Produktion, unter allen Umständen gewährleisten“, erläutert BRITAs Chief Technical Officer Dr. Hilmar Walde.

Der Bau eines Logistikzentrums wird in Bad Camberg aus betrieblichen Gründen folglich im Moment nicht umgesetzt werden, derzeit werden alternative Logistik-Konzepte erarbeitet.

Bad Camberg – Mein Lieblingsort mit Wohlfühlklima

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es wird Sie vielleicht überraschen, dass ich Sie in Form eines offenen Briefes anspreche. Mir ist es ein Anliegen, Ihnen eine Sache näher zu bringen, die in einer herkömmlichen Pressemitteilung vermutlich nicht die Beachtung erfährt, die sie meines Erachtens verdient.
Unsere Stadt nimmt seit Anbeginn an der hessischen Innenstadtoffensive „Ab in die Mitte“ teil und gehört regelmäßig zu den prämierten Städten.
Nun möchten wir uns nicht auf dem bisherigen Erfolg ausruhen, sondern eine Mischung aus Bewährtem und Neuem bieten.
Das diesjährige Thema der hessischen Innenstadtoffensive
„Mein Lieblingsort mit Wohlfühlklima“

bietet sich an, Sie alle mit einzubeziehen.
Sie alle meint nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Kernstadt, sondern auch von Dombach, Erbach, Oberselters, Schwickershausen und Würges.
Ich möchte damit auch auf die vereinzelt geäußerte Kritik reagieren, dass die Veranstaltungen nur an die Bewohner der Kernstadt gerichtet seien.
Auftakt soll dementsprechend ein Bilderwettbewerb (Fotografie, Bild, Zeichnung) sein, in dem Sie uns Ihren Lieblingsort, gerne auch mit Ihnen im Bild, präsentieren. Natürlich sind auch kurze Videobotschaften zu diesem Thema herzlich willkommen.
Nach dem Motto „Zeigst du mir deinen Lieblingsort, zeig ich dir meinen“ soll es zu einem Austausch kommen, der auch andere neugierig macht, bisher Unbekanntes in
allen unseren sechs Stadtteilen zu entdecken. Selbstverständlich ist der Wettbewerb nicht allein auf öffentliche Plätze beschränkt, auch private und nur Ihnen selbst zugängliche Lieblingsorte dürfen gerne präsentiert werden.
Schauen Sie in Ihre Fotoarchive, zücken Sie die Kameras oder den Zeichenblock. Wir freuen uns auf möglichst viele und kreative Bilder von bekannten, weniger bekannten und unbekannten Wohlfühlorten. Gerne dürfen diese auch mit einem kleinen Kommentar oder einer zugehörigen Anekdote ergänzt werden.
Auch wenn es bei einem Bilderwettbewerb eigentlich schon selbstverständlich ist, möchten wir darauf hinweisen, dass Sie uns mit der Übersendung der Bilder auch die Rechte daran (z. B. für die Veröffentlichung in Internet oder Presse) übertragen.
Eine Jury wird die Favoriten unter den Bildern auswerten und für die besten zehn werden kleine Preise ausgelobt.
Bild- und Videomaterial können Sie bei der Kurverwaltung/Touristinfo abgeben oder auch einfach per E-Mail an abindiemitte@bad-camberg.de senden.
Die Bad Camberger Auftaktveranstaltung findet am 2. Juni 2018 in und um den Amthof statt. Zur Teilnahme am Wettbewerb bitten wir daher um Ihren Bild-/Videobeitrag bis spätestens 18. Mai 2018. Eine Auswahl vorher eingegangener Bilder werden wir bis dahin schon veröffentlichen, um weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu motivieren. Über die Termine und weiteren Inhalte werden Sie durch Presse und Internet informiert.
Als kleinen Ansporn möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass Bad Camberg am 17. April 2018 erstmals auch Gastgeber für die Preisverleihung der hessischen Innenstadtoffensive sein wird.
Mit Ihrer Hilfe sind wir auch 2018 wieder unter den Preisträgern.

Unser Organisationsteam arbeitet darauf hin und mit Ihrer Mitwirkung und Teilnahme werden auch die geplanten Veranstaltungen für uns alle sicherlich ein Gewinn sein.

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr
Jens-Peter Vogel

Jetzt geht es los: Wochenmarkt auf dem Marktplatz

Vor einem Jahr war es noch Wunschdenken, jetzt wird es Realität:

Am Donnerstag, 7. September 2017, startet ab 14.00 Uhr der Wochenmarkt auf dem Marktplatz. In der Sommersaison wird dieser bis etwa 19.00 Uhr andauern, im Winterhalbjahr werden sich die Zeiten Richtung Vormittag verschieben. Entsprechende Infos werden der Lokalpresse rechtzeitig zu entnehmen sein.
Anders als bei einem Markt am Vormittag, der vielleicht wegen der Zubereitung des Mittagessens Zeitdruck aufbaut, soll der Nachmittagsmarkt animieren, nach dem Marktbesuch noch einen Stadtbummel zu machen oder die gastronomischen Angebote zu nutzen.
Einkaufen mit Genuß statt Hetze durch die Supermärkte.

Bei der Auswahl der Marktstände wurde bewusst darauf geachtet, dass diese das vorhandene Warenangebot in der Altstadt ergänzen, aber möglichst nicht in Konkurrenz treten.
Eine kleine unsortierte Auswahl der Waren, mit denen der Wochenmarkt starten wird:
Wein, Sekt, Secco,Eier, Nudeln, Honig, Saisonware (z.B. Federweißer, Glühwein), Frischfisch, Räucherfisch, Fischsalate, Fischmarinaden, Fischbrötchen, Meeresdelikatessen je nach Saison, südländische Spezialitäten (z.B. Oliven, Schfskäse, versch. Garnelen, etc.),
Spezialitäten aus den Regionen Westerwald, Norddeutschland, Österreich und Italien (Käse von Kuh, Büffel, Schaf und Ziege, Schinken aus Freilaufhaltung, Salami, frische Butter, frische handgemachte Pasta, Trüffelprodukte, Essige, Öle, Senf, eigenes Olivenöl, handgeschöpftes Meersalz, Gewürzmischungen, Käsespezialitäten und Milchprodukte, Honig, Imkereiprodukte und natürlich Obst und Gemüse.

Die Aufzählung ist natürlich nicht abschließend, auch wird es saisonale Veränderungen geben.
Ganz so groß wie in Lüneburg wird unser Wochenmarkt (vorerst? 🙂 ) nicht…

Ein kurzer Zwischenbericht…

Das Thema Wochenmarkt hatte ich bereits in einem früheren Beitrag als wichtige Komponente zur Innenstadtbelebung angeführt.
Mittlerweile läuft seit einigen Wochen die Marktbeschicker-Akquise.
Das beigefügte Anschreiben wird an Marktbeschicker im weiteren Umkreis verteilt bzw. verschickt und nach hoffentlich zahlreichen positiven Rückläufen von Interessierten wird es dann an die Auswahl gehen.

Zwei Kriterien sind dabei besonders im Fokus:
-Vermeidung von Konkurrenzsituationen zum bestehenden Einzelhandel
-Verfügbarkeit von möglichst vielen Ständen an einem Wochentag.

Die Attraktivität eines Wochenmarktes für den Besucher hängt nicht nur von der Qualität der Waren ab, sondern auch von der Vielzahl des Angebotes.
Meine Wunschvorstellung ist ein Wochenmarkt mit mindestens zehn Marktbeschickern. Im Bereich Marktplatz und Amthof-Innenhof finden sich ausreichend Aufstellflächen und auch die eventuell benötigte Stromversorgung stellt dort kein Problem dar.