Der Mensch gehört in den Mittelpunkt oder wie mit wenig Mühe jemand glücklich gemacht werden kann

Heute war Würges Ziel meiner Hausbesuche. Berichten möchte ich über zwei Erlebnisse mit „Werjesern“. Eine ältere Dame legte mir am Wohnzimmertisch einen Brief der Stadtverwaltung vor.
Mit dem erkennbar automatisiert erstellten Schreiben wurde ein Geldbetrag von sage und schreibe 2,78 € für rückständige Grundsteuer A angefordert.
Die Dame versicherte mir glaubhaft, dass sie eine Einzugsermächtigung (jetzt wohl SEPA-Mandat genannt) erteilt habe. Offensichtlich ist diesbezüglich etwas schiefgelaufen und natürlich nimmt der Computer bei der Erstellung von Mahnschreiben selten eine Prüfung der Sinnhaftigkeit oder des Verschuldens vor…
Glücklicherweise wohnt aber in fast unmittelbarer Nachbarschaft eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, so dass ich der Dame gleich eine nette Ansprechpartnerin nennen konnte, die bereit ist zu helfen. Auf dem Rückweg dann noch kurz der städtischen Mitarbeiterin Bescheid gegeben, dass sie vermutlich bald Besuch bekommt, schon war erkennbar jemand geholfen.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Menschen glücklich machen.

Sich kümmern um das Problem oder Anliegen eines Bürgers (respektive Bürgerin) ist der entscheidende Schritt zu einer bürgerfreundlich(er)en Verwaltung.
Längere Öffnungszeiten allein erhöhen kaum die Bürgerfreundlichkeit, verursachen aber deutliche Personalkosten. Effizienter ist dann die Möglichkeit, bei Bedarf einen Termin vereinbaren zu können.
Aus eigener beruflicher Erfahrung kenne ich ein Standesamt, das auf politischen Wunsch schon jahrelang 5 Tage/Woche von 07.00 – 19.00 Uhr geöffnet hat. Schade nur, dass kaum jemand z. B. an einem Freitagnachmittag um 18.00 h das Verlangen nach einem Besuch beim Standesamt hat.
Mitfinanzieren müssen die Bürger diesen „Service“ aber über ihre Steuer trotzdem.
Bürgerfreundlich geht anders.

Ein anderer Bürger hat mich heute über einen quer liegenden Baumstamm auf dem Weg zum Alsdorfer Weiher informiert, der für ihn mit Rollator oder Rollstuhl zu einer unüberwindbaren Barriere wird. Glücklicherweise war heute am Donnerstag um 17.40 Uhr noch jemand bei der Stadt zu erreichen. Morgen geht die Nachricht dann an den Bauhof, der sich um die Beseitigung des Hindernisses kümmern wird.

Es war Zufall, dass ich beiden Personen persönlich helfen konnte, weil ich vor Ort war und einfach die Initiative ergriffen habe.

Ich bin aber davon überzeugt, dass auch bei einem direkten Anruf die städtischen Mitarbeiter ähnlich hilfsbereit gewesen wären.

Im Zweifelsfall einfach mal die Stadtverwaltung unter 06434/202-0 anrufen und sich positiv überraschen lassen.

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