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Bad Camberg. Wo werden eigentlich die Holzhackschnitzel produziert, die in der Bad Camberger Heizanlage im Alten Feuerwehrgerätehaus am Amthof für Wärme in den städtischen Gebäuden rundherum sorgen? Dieser Frage ging Bürgermeisterkandidat Jens-Peter Vogel gemeinsam mit Mandatsträgern der SPD-Fraktion nach. Die Antwort: Oberhalb von Niederselters stellt die Firma Holzhandel Voll die Hackschnitzel her. Das Holz dafür kommt aus den Bad Camberger Wäldern. Es ist Holz, das sonst keiner Marktverwertung zugeführt werden kann, und somit quasi kostenlos als Energiequelle verwendet werden kann.

Vor einem beeindruckenden Hackschnitzelberg von ca. 1600 qm Volumen  – in etwa die Menge, die pro Jahr in der Bad Camberger Heizanlange benötigt werden – erklärten die Inhaber Alex und Bastian Voll den interessierten Mandatsträgern die einzelnen Schritte der Herstellung, Trocknung und Lagerung bis hin zum Transport zur Anlage am Amthof. Die Firma, die ihren Sitz in Bad Camberg hat, und im Holzhandel und Forstbetrieb tätig ist, hat den zusätzlichen Standort in der ehemaligen   Ziegelei an der Hessenstraße vor sechs Jahren bezogen. Hier häckselt sie das Holz in verschiedenen Körnungen, so dass unterschiedliche Heizanlagen beliefert werden können. Das Holz kommt ausschließlich aus der Region, denn das Konzept heißt: Kurze Wege, sowohl im An- wie auch im Abtransport. So ist beispielsweise auch die Gemeinde Selters Kunde, sie liefert das Holz und holt anschließend die Holzhackschnitzel wieder ab, um damit die Heizanlage für das Freibad zu betreiben. Jens-Peter Vogel zeigte sich beeindruckt vom Engegement der Firma Voll: „Sie haben das Heizanlage-Projekt in Bad Camberg von Anfang an begleitet und das Konzept der Verwertung des ansonsten nicht genutzen Holzes aus dem Bad Camberger Wald mit erarbeitet. Dies ist ein großartiges Beispiel für regionale Wertschöpfung. Außerdem wird durch die kurzen Wege und die nachwachsenden Rohstoffe eine umweltfreundliche Energiegewinnung ermöglicht.“ Magistratsmitglied Jens-Peter Vogel und Bürgermeister Wolfgang Erk betonten, dass die Kommunen durch die Einführung großer Holzhackschnitzel-Heizungen dazu beigetragen haben, die Infrastruktur zur regionalen Herstellung der Holzhackschnitzel herzustellen. „Davon können nun auch die Bürgerinnen und Bürger privat profitieren, denn von hier aus können bei Bedarf auch private Kleinanlagen beliefert werden.“ Dies trage dazu bei, Öl und Gas als Energiequellen zu reduzieren und stattdessen mit Holz als nachwachsendem Rohstoff zu heizen. Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, der ebenfalls anwesend war, dankte der Firma Voll für den interessanten Einblick in die Holzverwertung. „Wir sehen hier ein hervorragendes Beispiel für eine gute und für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen einem privaten Unternehmen und der Kommune, die im Sinne der regionalen Wertschöpfung und der umweltschonenden Herangehensweise vorbildlich ist.“

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