Vorbeugende Maßnahmen gegen schnelle Ausbreitung des Corona-Virus

Mit der landesweiten Schließung der Schulen und Kindertagesstätten haben die einschneidenden Maßnahmen gegen eine weitere schnelle Ausbreitung des Corona-Virus nun auch Hessen erreicht.
Als Stadtverwaltung waren wir in Bad Camberg darauf vorbereitet und haben die Kita-Leitungen bereits vorher gebeten, Informationsketten für den nun eingetretenen Fall zu bilden, damit sich die Eltern darauf einstellen können, dass nur noch eine Notbetreuung erfolgt.

Ab Montag, 16. März 2020, startet die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern aufgrund ihres Berufes für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unabdingbar sind.
Dazu zählen medizinisches und Pflegepersonal ebenso wie Rettungskräfte, Polizei und Justiz. Auch ehrenamtliche Einsatzkräfte z. B. bei unseren Feuerwehren oder den Rettungsdiensten können im Bedarfsfall auf die Notbetreuung zurückgreifen.

Wir hoffen, dass die letztgenannten Einsatzkräfte nicht gefordert werden, müssen aber für den Notfall deren uneingeschränkte Einsatzbereitschaft gewährleisten.
Dies dient unser aller Sicherheit.
Insofern hoffe ich persönlich, dass Sie Verständnis für eine differenzierte Behandlung bei der Notbetreuung aufbringen.

Mancherorts hört man von Initiativen, auf Privatebene eine Betreuung zu organisieren. Soweit dies größeren Umfang annimmt und über eine Art Nachbarschaftshilfe hinausgeht, sehe ich das bedenklich.
Es würde damit nämlich der Sinn und Zweck der Kita-Schließungen, Sozialkontakte und damit Virenausbreitung zu minimieren, unterwandert.

Kontakte zur Stadtverwaltung können in den meisten Fällen über Telefon- und E-Mail-Korrespondenz abgewickelt werden.
Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass vermutlich bereits ab Montag, 16. März 2020, nur noch bereits vereinbarte und nicht mehr absagbare Kundentermine wahrgenommen werden und die Stadtverwaltung ansonsten grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen wird.
Ausnahmen werden im Einzelfall geprüft.

Die rasche Virusausbreitung insbesondere in Italien ist offenkundig darauf zurückzuführen, dass man nicht rechtzeitig restriktive Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Wir sind nun immerhin in der Lage, aus diesem Fehler zu lernen. Temporäre Unannehmlichkeiten durch als vielleicht überzogen empfundene Maßnahmen sind immer noch ein kleineres Übel als die unter Umständen schwerwiegenden Folgen einer Infektion.

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