Fazit nach erster Woche unter Corona-Einschränkungen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir haben nun bereits die erste Woche mit den Corona-bedingten Einschränkungen hinter uns gebracht. Schulen und Kindertagesstätten stehen nur noch für eine Notbetreuung zur Verfügung.
Die bisher geringe Anzahl an Kindern in den Kitas lässt den Schluß zu, dass nicht alle, die einen Anspruch auf Betreuung hätten, diesen auch nutzen.
Hierfür ein Dank an alle, die erkennbar das Gemeinwohl vor die eigenen Interessen gestellt haben.
Eine größere Kinderzahl in der Notbetreuung ginge einher mit einem größeren Infektionsrisiko. Insofern ist es eigentlich auch im eigenen Interesse, Kinder nicht in die Notbetreuung zu schicken.
Unser Personal in den Kitas steht vor keiner leichten Aufgabe und ist täglich einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt. Nicht auszudenken, wenn es hier jetzt zu Ausfällen durch Quarantäne oder gar Infektion käme.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die jetzt ihren Dienst in der Kita versehen. Ihr seid eine wichtige Stütze unserer Gemeinschaft.

Die Frage, wie denn jetzt mit den Kita-Beiträge für Kinder unter 3 Jahren verfahren wird, läuft mittlerweile verstärkt in der Stadtverwaltung auf.
Ich gehe davon aus, dass der Magistrat einer vorläufigen Aussetzung des Einzugs der Kita-Beiträge für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen zustimmen wird, bis die Stadtverordnetenversammlung eine Entscheidung in der Sache getroffen hat.
Die Fraktionsvorsitzenden der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien haben aber bereits signalisiert, dass man einem vollständigen Verzicht zuzustimmen gedenkt.


Generell habe ich das Gefühl, dass alle Fraktionen erfreulich an einem Strang ziehen und parteipolitische Differenzen aktuell zurückgestellt werden.
Auf Bürgermeisterebene funktioniert das übrigens schon immer ähnlich, da uns über Parteigrenzen hinweg das gemeinsame Ziel verbindet, das Optimum für unsere Kommunen zu erreichen.
Aktuell sind alle Bürgermeister im Landkreis Limburg-Weilburg über eine WhatsApp-Gruppe im steten und vor allem kurzfristigen Informationsaustausch.
Dies hat auch zur Folge, dass in den Kreiskommunen recht einheitlich verfahren wird.
Wir alle müssen jetzt eine schwere Zeit durchstehen, deren Dauer noch offen ist.
Wenn sich alle an die Regeln und Verbote halten, trägt das zur Kürzung der Dauer bei.
Ich habe Verständnis dafür, dass man nach den Wintermonaten jetzt den Sonnenschein genießen und sich mit Freunden treffen wil, aber das geht derzeit nun mal nicht.

Zahlreiche Veranstaltungen und Feste sind schon abgesagt, weitere werden folgen.


Vielleicht schaffen wir es ja, nach Beendigung der Krise eine Art Stadtfest als Ersatz zu organisieren?

Regelmäßige Infos rund um das Thema Corona finden Sie auf der städtischen Homepage (http://www.bad-camberg.de) und auf den städtischen Präsenzen in den sozialen Netzwerken.

Eine Einkaufs-/Nachbarschaftshilfe ist seit letzter Woche in der Entstehung. Mein Ziel ist hierbei eine Bündelung verschiedener Initiativen. Evangelische und katholische Kirche und die Stadtjugend- und Seniorenpflege sind am Thema dran.
Bei den örtlichen Supermärkten wurde auch bereits angefragt, ob für Risikogruppen gegebenenfalls besondere Öffnungszeiten eingerichtet werden. Nach den bisherigen Rückmeldungen ist dies nicht geplant.

Was eigentlich nur ein kurzer Text werden sollte, ist jetzt doch recht lang geworden.

Beachten Sie bitte im eigenen Interesse die Regeln zur Eindämmung der weiteren Virus-Verbreitung und bleiben Sie vor allem gesund!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Jens-Peter Vogel

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