Bürgerservice? Mit Sicherheit ja!

Schließungen/Lockdown in vielen Bereichen erschweren uns allen gegenwärtig den Alltag.
Über Sinn und Unsinn einzelner Maßnahmen kann man sicher endlos diskutieren, anerkennen muss man aber, dass alles mit dem Ziel erfolgt, die Pandemie einzudämmen und so den Schaden zu minimieren. Es gibt bisher keine Erfahrungen aus vergleichbaren Situationen, die den Entscheidungsträgern als Hilfe dienen können.
In der Presse wurde kürzlich von einer Fraktion der Bad Camberger Stadtverordnetenversammlung nachdrücklich der Wunsch geäußert, das Bürgerbüro der Stadtverwaltung wieder ohne vorherige Terminvereinbarung für Besucher zu öffnen.
Gerne würde ich diesem Wunsch nachkommen, wenn nicht negative Folgen drohen würden. Die aktuellen Infektionszahlen und die zum 1. Dezember 2020 angekündigten weiteren Verschärfungen der Kontaktbeschränkungen halten mich vorerst davon ab.

Dies habe ich auch in einer Pressemitteilung kund getan:

Die Verantwortliche für das Bürgerbüro, Ordnungsamtsleiterin Heike Niehörster, und Verwaltungschef Jens-Peter Vogel sind während der gesamten Pandemie-Phase im steten Austausch und versuchen einen optimalen Kompromiss zwischen Service und Sicherheit zu finden, der auch mit den mehrfach geänderten rechtlichen Vorgaben konform ist.
Standards wie Maskenpflicht, Plexiglas-Schutzwände und regelmäßiges Lüften sind geübte Praxis.
Ziel aller Regelungen ist, Besucher und Mitarbeiter einem möglichst geringen Risiko auszusetzen.
Die Stadtverwaltung hat in den letzten Wochen verstärkt mit Ausfällen durch Corona-Infektionen bzw.  Quarantäne von Beschäftigten zu kämpfen gehabt. In einer vorherigen Pressemitteilung wurde schon um Verständnis für den zeitweisen Fast-Komplettausfall des Bauhofs gebeten. Auch die Finanzabteilung, übrigens im selben Gebäude wie das Bürgerbüro untergebracht, war mehrere Tage auf einen Mitarbeiter beschränkt. Eine Mitarbeiterin des Bürgerbüros war ebenfalls mit dem Virus infiziert, so dass die Personalsituation durchaus etwas angespannt und unter Umständen eine längere Wartezeit auf einen Termin auch darauf zurückzuführen war. Am 25. November 2020 war die Situation so, dass ein Termin innerhalb von 5 Tagen zugesichert werden konnte. Unabhängig davon versucht das Bürgerbüro-Team aber in wirklich dringenden Fällen auch ohne Termin bzw. mit kurzfristigerem Termin zu helfen.
Nimmt man die aktuell zum 1. Dezember 2020 angekündigten Kontaktbeschränkungen als Maßstab (Treffen von max. fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten), folgt daraus, dass selbst bei sehr großzügiger Auslegung der räumlichen Voraussetzungen und der Anzahl der Mitarbeiterinnen im Bürgerbüro praktisch nie mehr als zwei Kunden gleichzeitig anwesend sein können. Dies gleichermaßen zum Schutz von Besuchern und Beschäftigten. Ein ausreichend großer, wettergeschützter Wartebereich existiert nicht, ohne festen Termin wären draußen bei Wind und Wetter Wartende die Folge. Was im Sommer akzeptabel erscheint, ist jetzt im Winterhalbjahr schlicht nicht zumutbar.  
Der Bürgerservice wird nach wie vor groß geschrieben, so wurde auch der „frühe Dienstag“ mit Sprechzeit schon ab 06.30 h als Ergänzung zum gewohnten langen Donnerstag gerade von Berufstätigen begrüßt und gut angenommen. Die Zeiten, in denen man für einen Behördengang einen halben Tag Urlaub einplanen musste, sind damit für das Gros der Bevölkerung Geschichte.

Bürgermeister Vogel dankt allen von den derzeitigen Einschränkungen Betroffenen für ihr Verständnis und hofft, in absehbarer Zeit wieder zu einem normalen Dienstbetrieb zurückkehren zu können. Ordnungsamtsleiterin und Bürgermeister sind sich einig, dass vorerst mit dem grundsätzlichen Festhalten an der Terminvereinbarung für einen Besuch im Bürgerbüro ein größtmöglicher Schutz für Bürger und Beschäftigte und damit auch gegen einen Komplettausfall dieses Verwaltungsbereiches gegeben ist.

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