Partnerstädte wieder vereint – Besuch in Chambray-lès-Tours

Nach pandemiebedingter Pause konnten wir mit einer kleinen Delegation endlich wieder unsere Freund*innen in unserer Partnerstadt Chambray-lès-Tours besuchen.

Seit 1987 sind Chambray-lès-Tours, eine Kleinstadt in Westfrankreich, und Bad Camberg Partnerstädte. Vor der Pandemie fand daher regelmäßig, alle drei Jahre ein Austausch zwischen Bad Camberger*innen und „Chambraisiens“, wie man die Bewohner*innen von Chambray auf Französisch nennt, statt. Mit den Kontakt- und zeitweise auch Reisebeschränkungen aufgrund der Covid-19 Pandemie war dieser Austausch lange nicht möglich. Zuletzt waren unsere französischen Freund*innen 2017 in Bad Camberg, als wir die 30 Jahre unserer Städtepartnerschaft feiern konnten.

Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich als Teil einer Delegation des Partnerschaftskommitees am ersten Septemberwochenende nach Chambray-lès-Tours fahren konnte.

Die Bad Camberger Delegation kurz vor der Abfahrt nach Chambray, im Kleinbus der Camberger Feuerwehr.

Nachdem wir donnerstags früh morgens in Bad Camberg gestartet waren, kamen wir gegen Abend in Chambray an und wurden herzlich von Bürgermeister Christian Gatard, sowie Mitgliedern des französischen Partnerschaftskommitees begrüßt.

Der Freitagvormittag wurde für die Besichtigung verschiedener städtischer Einrichtungen genutzt. So konnten wir die Kleiderkammer und einen Lebensmittelladen besichtigen, die ihre Produkte zu günstigen Preisen anbieten, um wirklich alle Einwohner*innen, unabhängig von ihrem Einkommen, der Stadt versorgen zu können. Danach wurde uns die städtische Musikschule gezeigt, die Instrumentalunterricht und ein Orchester für Kinder und Jugendliche anbietet. Im Anschluss daran präsentierte uns Christian Gatard das „Öko-Viertel“, ein Neubaugebiet, in dem besonders nachhaltige Gebäude mit geringem Energieverbrauch entstehen. Gleich neben dem „Öko-Viertel“ machten wir kurz Halt am städtischen Weinberg. Als letzte Station des Vormittags konnten wir uns den Bio-Bauernhof von Chambray anschauen. Dieser beliefert die Schulkantinen mit frischem Gemüse, wie uns Bio-Bauer Yannick Barriol stolz berichtete.

Unser Besuch auf dem Bauernhof, in der Mitte Bio-Bauer Yannick Barriol

Unsere Delegation mit einigen französischen Vertreter*innen am Weinberg von Chambray-lès-Tours

Arbeitstreffen im Rathaus von Chambray-lès-Tours

Am Nachmittag trafen wir uns im Rathaus mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen und Vereine von Chambray. Gemeinsam haben wir uns darüber ausgetauscht, wie wir die verschiedenen Bereiche in Zukunft in unsere Städtepartnerschaft einbinden können. Denn um unsere Städtepartnerschaft auch in Zukunft fortführen zu können, müssen wir in allen Bereichen und allen Generationen Menschen dafür begeistern. Bei diesem Austausch haben wir viele gute Projekte anstoßen können, für die ich mich in Zukunft einsetzen werden.

Nach dem Arbeitstreffen am Nachmittag blieb abends noch etwas Zeit um Tours, die nächstgrößere Stadt, erkunden zu können.

Am Samstagvormittag ging es früh mit dem Programm weiter, gemeinsam fuhren wir nach Loches, rund 35km von Chambray entfernt. Dort konnten wir das Schloss von Loches besichtigen und die Aussicht vom Turm über die Region genießen.

Der Aufstieg zum Eingang des Schlosses von Loches

Mit meinen Töchtern Regina und Franziska auf dem Turm des Schlosses

Der Samstagnachmittag stand allen Delegationsteilnehmenden frei zur Verfügung. Meine Tochter Regina konnte den Nachmittag nutzen um ihre Austauschschülerin, die in Chambray zur Schule geht, zu treffen.

Als letzter Programmpunkt stand für den Abend der Besuch eines Handballspiels auf dem Plan. Die Damenmannschaft des CTHB, des Handballvereins von Chambray, spielt in der ersten Liga und absolvierte an diesem Abend ihr erstes Spiel der Saison. Bei bester Stimmung im Publikum konnte sie dieses dann auch gewinnen.

Nach einem spannenden Wochenende ging es dann am Sonntag wieder zurück nach Bad Camberg.

Wir konnten an diesem Wochenende sehr viel lernen, uns austauschen, einen Einblick in die französische Kultur gewinnen und über die Zukunft unserer Städtepartnerschaft sprechen. Ich bin froh, dass das nach der längeren Pause nun wieder möglich war und freue mich schon auf die nächste Partnerschaftsbegegnung, die dann hoffentlich wieder im größeren Rahmen stattfinden kann.

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