Beim kostenlosen WLAN im öffentlichen Bereich darf Innovation nicht aufhören

Frei verfügbares WLAN im öffentlichen Bereich ist ein Thema, das zunehmend Beachtung findet und auch in einigen Kommunen schon umgesetzt wurde. Mit der Abschaffung der sogenannten Störerhaftung, die grundsätzlich auch den Betreiber für mißbräuchliche Nutzung durch Dritte verantwortlich gemacht hat, ist eine große Hürde bei den rechtlichen Rahmenbedingungen abgeschafft worden.
Ich wage die Prognose, dass in wenigen JahrenWLAN im öffentlichen Bereich Standard und nicht mehr Ausnahme sein wird.
Um sich davon abzuheben, muss man also innovativ sein und mehr bieten . Gerade in einer Kurstadt wie Bad Camberg macht dies dann unter Umständen den entscheidenden Unterschied aus.
Ich bin kürzlich in einer Zeitschrift auf ein interessantes Produkt gestoßen, das in Deutschland bisher erst in einer Großstadt im Einsatz ist. WLAN aus der Parkbank finde ich eine interessante Idee, da es sich nicht nur auf den reinen Internetzugang beschränkt, sondern auch eine Vielzahl weiterer Funktionen bietet. Schauen Sie sich einmal den verlinkten Artikel an. Natürlich habe ich gleich versucht, im Internet den Preis einer solchen Parkbank zu ermitteln. In einem Bericht ist von etwa 2.200 € die Rede. Für die gebotenen Möglichkeiten erscheint mir das durchaus angemessen.
Gut vorstellbar wäre eine solche Parkbank für mich am Marktplatz.
Wir alle beklagen das Ladensterben im Altstadtbereich, da ist es doch naheliegend, Anreize zum Besuch unseres schönen Stadtkerns zu schaffen. Natürlich bedarf es noch vieler weiterer Anstrengungen, aber es muss angegangen werden. Mein Wunsch wäre beispielsweise, dass sich auf dem Marktplatz, denn dort gehört er hin,  wieder ein Wochenmarkt etabliert, der über ein bis zwei Anbieter hinausgeht. Auch wenn viele Supermärkte schon ein vergleichbares Warenangebot an frischem Obst, Gemüse und Feinkost haben, können Sie nicht mit dem Ambiente der Altstadt und der Möglichkeit, nach dem Einkauf direkt bei einem Kaffee oder Eis in der benachbarten Gastronomie auszuspannen, konkurrieren.
Hier gilt es anzusetzen und weitere Anreize zu entwickeln, die die Altstadt beleben und für potenzielle Gewerbetreibende interessant macht.

Der Mensch gehört in den Mittelpunkt oder wie mit wenig Mühe jemand glücklich gemacht werden kann

Heute war Würges Ziel meiner Hausbesuche. Berichten möchte ich über zwei Erlebnisse mit „Werjesern“. Eine ältere Dame legte mir am Wohnzimmertisch einen Brief der Stadtverwaltung vor.
Mit dem erkennbar automatisiert erstellten Schreiben wurde ein Geldbetrag von sage und schreibe 2,78 € für rückständige Grundsteuer A angefordert.
Die Dame versicherte mir glaubhaft, dass sie eine Einzugsermächtigung (jetzt wohl SEPA-Mandat genannt) erteilt habe. Offensichtlich ist diesbezüglich etwas schiefgelaufen und natürlich nimmt der Computer bei der Erstellung von Mahnschreiben selten eine Prüfung der Sinnhaftigkeit oder des Verschuldens vor…
Glücklicherweise wohnt aber in fast unmittelbarer Nachbarschaft eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, so dass ich der Dame gleich eine nette Ansprechpartnerin nennen konnte, die bereit ist zu helfen. Auf dem Rückweg dann noch kurz der städtischen Mitarbeiterin Bescheid gegeben, dass sie vermutlich bald Besuch bekommt, schon war erkennbar jemand geholfen.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Menschen glücklich machen.

Sich kümmern um das Problem oder Anliegen eines Bürgers (respektive Bürgerin) ist der entscheidende Schritt zu einer bürgerfreundlich(er)en Verwaltung.
Längere Öffnungszeiten allein erhöhen kaum die Bürgerfreundlichkeit, verursachen aber deutliche Personalkosten. Effizienter ist dann die Möglichkeit, bei Bedarf einen Termin vereinbaren zu können.
Aus eigener beruflicher Erfahrung kenne ich ein Standesamt, das auf politischen Wunsch schon jahrelang 5 Tage/Woche von 07.00 – 19.00 Uhr geöffnet hat. Schade nur, dass kaum jemand z. B. an einem Freitagnachmittag um 18.00 h das Verlangen nach einem Besuch beim Standesamt hat.
Mitfinanzieren müssen die Bürger diesen „Service“ aber über ihre Steuer trotzdem.
Bürgerfreundlich geht anders.

Ein anderer Bürger hat mich heute über einen quer liegenden Baumstamm auf dem Weg zum Alsdorfer Weiher informiert, der für ihn mit Rollator oder Rollstuhl zu einer unüberwindbaren Barriere wird. Glücklicherweise war heute am Donnerstag um 17.40 Uhr noch jemand bei der Stadt zu erreichen. Morgen geht die Nachricht dann an den Bauhof, der sich um die Beseitigung des Hindernisses kümmern wird.

Es war Zufall, dass ich beiden Personen persönlich helfen konnte, weil ich vor Ort war und einfach die Initiative ergriffen habe.

Ich bin aber davon überzeugt, dass auch bei einem direkten Anruf die städtischen Mitarbeiter ähnlich hilfsbereit gewesen wären.

Im Zweifelsfall einfach mal die Stadtverwaltung unter 06434/202-0 anrufen und sich positiv überraschen lassen.

Wo war ich heute?

Mein Wunsch und Anspruch ist es, im Wahlkampf mit den unterschiedlichsten Leuten ins Gespräch zu kommen. Meist sind es kurze Gespräche an der Haustür, die nur wenig über eine bloße Vorstellung mit Überreichung meines Infoblattes hinausgehen.
Aber es gibt auch die Gegenbeispiele, wo ich zum Ende eines Gespräches auf der Terrasse bemerke, dass die Uhr um drei Stunden fortgeschritten ist, was weder Gastgebern noch mir aufgefallen war.
Für mein Gegenüber sicher eine willkommene Gelegenheit, einen Zuhörer zu finden, der unter Umständen zur Lösung eines Problemes beitragen kann, für mich ein Quell an Informationen und Anregungen.

Wer sich für andere einsetzen will, muss deren Anliegen kennen.

Darum ist mir Zuhören wichtiger als Selbstdarstellung durch übermäßigen eigenen Vortrag.

Bei meiner letzten Tour von Tür zu Tür war ich in einer Straße, an der mir schon immer im Vorbeifahren ein Holzkunstwerk aufgefallen war. Der Unterschied war jetzt nur der, dass nun auch die Besitzerin zugegen war, die gerade einen Helfer auf dem Hausvordach zwei weitere Kunstwerke ausrichten liess:

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Britta Roell, Besitzerin und gleichzeitig auch Erschafferin der Kunstwerke, ist unter anderem durch die    tArt-Orte
bekannt.
Fussballfans und emsige Waldspaziergänger wissen sicher schon, welchen Stadtteil ich besucht habe.

Für die anderen Besucher dieses Beitrags hilft vielleicht ein Foto:
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Oder doch noch ein zweites Foto?

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Einschulung Taunusschule

Am Dienstag stand die Einschulung der neuen Fünftklässler in der Taunusschule an.
Vorausgegangen war diesem Termin noch ein kleines Schreckensszenario am Wochenende: Sowohl an der Grundschule als auch an der Taunusschule haben unbekannte Täter die Hausfassaden beschmiert. In der Befürchtung, dass Beweissicherung durch die Polizei und anschließende Beseitigung unter Umständen nicht mehr vor den Einschulungen gelingen, habe ich spontan mit Nane Nebel vom Schulelternbeirat Kontakt aufgenommen und vereinbart, notfalls ein Begrüßungsbanner in Form eines selbstbemalten Bettlakens vor die Schimpfparolen an der Fassade zu hängen. Zum Glück haben aber alle Beteiligten schnell reagiert und eine derartige Eigeninitiative war dann überflüssig. Bereits am späten Montagvormittag konnte Nane mir Entwarnung geben und es musste kein Bettlaken geopfert werden.
Hierfür ein herzliches Dankeschön an die Schulleitungen und die ausführenden Handwerker und/oder Hausmeister. Bei der Einschulung meiner Tochter Regina präsentierte sich der Eingangsbereich der Taunusschule wieder frisch gestrichen.

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Herr Schouler mit den Akteuren der Lehrer-Parodie. Mit Yvo Heinen und David Askari waren auch zwei Ferienspiel-Betreuer dabei.

Nach Einschulungsgottesdienst und anschließendem kleinen Unterhaltungsprogramm mit Musik und einer Parodie auf den Schulbetrieb im Kurhaus wurden die neuen Taunusschülerinnen und -schüler auf sieben Klassen verteilt und machten sich dann mit ihren Lehrkräften und MentorInnen auf den Weg in die Schule.
Rund anderthalb Stunden später konnten sie dort wieder abgeholt werden.
Vor der Abholung wurden dann noch zahllose Luftballons gen Himmel geschickt.

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Da meine jüngste Tochter erst in der dritten Klasse ist, wird  mich das Thema Schule noch eine ganze Weile begleiten und auch von persönlichem Interesse sein.

SPD-Ortsbezirk Erbach

Als ich vor knapp zwei Jahren gefragt wurde, ob ich den Vorstand des SPD-Ortsvereins Bad Camberg übernehmen möchte, war für mich ein wesentliches Ziel, auch Jüngere für ein politisches Engagement zum Wohle unserer Stadt zu motivieren. Selbstredend aber durchaus auch im Bewußtsein, dass hierbei Wissen und Erfahrung der Älteren nicht ins Hintertreffen geraten dürfen. Wie so oft im Leben, kommt es hierbei auf die richtige Mischung an.
Für mich trifft dies exakt auf den neuen Vorstand des SPD-Ortsbezirks Erbach zu. Christian Müller als 1. Vorsitzender, Tobias Ochs als sein Stellvertreter, Matthias Held als Schriftführer und Claudia Ungeheuer-Günther als stellv. Schriftführerin können auf die Unterstützung ihres Beisitzers Alfred Meyer hoffen, der als ehemaliger langgedienter Erbacher Ortsvorsteher über einen reichen kommunalpolitischen Erfahrungsschatz verfügt.
Ich wünsche dem neuen Ortsbezirksvorstand viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben.

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Ein typischer Sonntag im Sommer

Typisch für Bad Camberg im Sommer ist dieser Sonntag mit seiner Auswahl an verschiedenen Veranstaltungen, die Unterhaltung und teils auch leckere Speisen für alle Altersgruppen bieten. Möglich machen dies viele ehrenamtlich Engagierte. Mein Ziel war es, heute einmal die Kernstadt komplett zu verlassen.
Den Anfang machte der Besuch des Jubiläumsgottesdienstes „40 Jahre Seniorenkreis Oberselters“, an den sich ein kleiner Sektempfang anschloss. Pfarrer Wichmann hat humorvoll angekündigt, sich nach weiteren 40 Jahren auch dem Seniorenkreis anschließen zu wollen. Da er bereits um 11.00 Uhr in Bad Camberg erwartet wurde, war es für ihn sicher etwas stressig.
Von Oberselters bin auch ich dann durchgestartet zur Feuerwehr nach Würges, um mir dort beim Tag der offenen Tür einen Eindruck von der Ausstattung zu machen. So ganz nebenbei blieb auch noch Zeit für ein Schnitzel, welches zusammen mit einem alkoholfreien Weizenbier den Weg zu mir gefunden hat. Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Martin Rabanus, Bürgermeister Wolfgang Erk und dem Würgeser SPD-Ortsbezirksvorsitzenden Holger Sloup und Stadtrat Albert Bastian („Abbes“) konnte ich dann die hochsommerlichen Temperaturen genießen.
Selfie mit Martin Rabanus

Schließlich war auch hier die Zeit zum Aufbruch gekommen, um noch etwas vom Kartoffelfest in Dombach mitzubekommen. Schon bei der Anfahrt zeugten in Dombach zahlreiche am Straßenrand geparkte Autos von großem Besucherandrang. Bei der schönen Aussicht vom Vereinsgelände des SC Dombach ist es kaum vorstellbar, dass die Fussballer nicht vom Spielbetrieb abgelenkt werden. Das erst wenige Jahre alte Vereinsheim hat nicht nur seine Berechtigung für den reinen Sportbetrieb, meines Erachtens kommt ihm auch große Bedeutung für die Ortsgemeinschaft zu. Mir kommt es manchmal so vor, dass je kleiner ein Ort umso größer der Zusammenhalt der Einwohner ist. Nur so kann ich mir erklären, dass seinerzeit bei der Errichtung des Clubheims so viele helfende Hände dabei waren.
Im Gespräch mit anderen Besuchern stellte sich dann heraus, dass diese auch schon in Würges bei der Feuerwehr waren oder noch dorthin wollten. Gegenüber dem vielerorts verbreiteten „Kirchturmdenken“ sind die Camberger erkennbar offener und profitieren im Gegenzug auch von Aktivitäten in den Nachbarstadtteilen.
Auf der Rückfahrt in die Kernstadt ging es dann vorbei am Alten Rathaus, welchem schon eine Sanierung zuteil wurde, und unterhalb der Kirche dann auch am Jugendheim, welches dringend einer gründlichen Sanierung bedarf. Mir sind hier noch deutlich die Bilder einer Ortsbesichtigung in diesen Räumlichkeiten vor wenigen Monaten im Gedächtnis. Hier gilt es, gemeinsam mit der katholischen Kirche eine Lösung zu finden.

Übrigens haben sowohl die FFW Würges als auch der SC Dombach eine Homepage:
http://www.feuerwehrwuerges.de/
http://scdombach.de/ .

Neue Mitglieder sind dort stets willkommen.

Die Ferien enden und jetzt kommen die heißen Tage…

Den Temperaturhinweis kann man durchaus doppeldeutig verstehen, schließlich rückt auch die heiße Wahlkampfphase immer näher.
Nach Rückkehr aus dem Familienurlaub im Wendland stand am Samstag gleich ein Besuch beim Sechs-Stunden-Schwimmen aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der DLRG-Ortsgruppe Bad Camberg an.
Die größte Einzelleistung eines Schwimmers waren beachtliche 14,2 km (!!!). Bei der DLRG ist auch mein Ferienspiel-Leitungsteamkollege Volker Mors aktiv. Schön, wenn man immer wieder auf Freunde trifft.

50 Jahre DLRG Bad Camberg
50 Jahre DLRG Bad Camberg

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Häuptling Fremde Federn

Aktuell bin ich im „Ferienspiel-Modus“, das heißt in den ersten zwei Wochen der Sommerferien dreht sich alles um den reibungslosen Ablauf dieser Großveranstaltung. Unser diesjähriges Thema lautet „Wir atzeln in den Wilden Westen“.
Zum Wilden Westen gehören natürlich auch Indianer, so dass meine Wortwahl gegenwärtig daran angepasst ist.
Manch einfacher Krieger schmückt sich gern mit fremden Federn, um vermeintlich selbst zum Häuptling zu werden.
Solche Federn im übertragenen Sinne sind hier Themen, die bereits von anderer Seite als wichtig erachtet und vorangetrieben wurden.
Häuptling Fremde Federn macht sich diese jetzt im Wahlkampf zu eigen, obwohl er mit seinem Stamm bisher vorrangig bemüht war, den anderen Stämmen Steine in den Weg zu legen. Er verspricht viel an Gutem für die verschiedenen Camberger Stämme, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, wie er seine Versprechen einlösen will.
Oder sollte es etwa gar nicht beabsichtigt sein, zum eigenen Wort zu stehen? Zum Thema „Spielplatz/Mehrgenerationenpark Erbach“ hat sein Stamm ja schon mit „gespaltener Zunge“ gesprochen.
Schuldenabbau und gleichzeitige Investitionsversprechen in beträchtlichem Umfang stehen selten miteinander im Einklang.
Auf wessen Rücken wird er seine Pläne umsetzen?
Die Beantwortung dieser Frage möchte ich lieber nicht erleben.

Ein Vogel braucht sich zum Glück nicht mit fremden Federn schmücken…