Nahverkehrsanbindung Dombach, Oberselters und Schwickershausen

Im Wahlkampf habe ich meine Vorstellung einer möglichen Nahverkehrsanbindung der drei kleinsten Stadtteile bereits vorgestellt.
Jetzt folgt über die SPD-Fraktion der Antrag an die Stadtverordnetenversammlung, den Magistrat mit der Erarbeitung von Möglichkeiten der Umsetzung zu beauftragen.
In der Ausgabe der Nassauischen Neuen Presse vom 7. Dezember 2016 befasst sich auch ein Artikel mit dem Antrag.

Nachfolgend der Wortlaut des Antrages: 

„Der Magistrat wird beauftragt, Möglichkeiten der Umsetzung einer bedarfsgerechten Nahverkehrsanbindung der Stadtteile Dombach, Oberselters und Schwickershausen zu erarbeiten.
Beispielhaft sei hier auf das in der nachstehenden Begründung grob skizzierte Modell verwiesen. Etwaige Möglichkeiten sollten mit belastbarem Zahlenmaterial (Kosten, Fahrzeuggröße, mögliche Fahrzeugmodelle) untermauert werden, auch ist bei Einsatz von Ehrenamtlichen die versicherungstechnische Seite abzuklären.

Begründung und Erläuterung:
In den kleineren Stadtteilen Dombach, Oberselters und Schwickershausen müssen die Einwohner viele Besorgungen des Alltags (Einkauf, Arztbesuch, etc.) über die Stadtteilgrenzen hinaus erledigen, da vor Ort keine oder nicht ausreichende Angebote bestehen.

Während dies für jüngere und noch (mit eigenem KFZ) mobile Menschen kaum ein Problem darstellt, ist dies für viele ältere Bewohner der drei kleinsten Stadtteile eine große Hürde, weil eine angemessene Anbindung an die Kernstadt faktisch nicht vorhanden ist. Soweit überhaupt noch ein Linienbusverkehr vorhanden ist, wird dieser dem Bedarf nicht gerecht, weil damit aus einem  Arztbesuch faktisch ein Tagesausflug wird.

Uns ist bewusst, dass entsprechende Vorstöße in Richtung einer Einbindung in den Stadtbusbetrieb in der Vergangenheit immer dem Vorwurf einer geringen Auslastung und damit großer Unwirtschaftlichkeit ausgesetzt waren. Hinzu kommt dabei die große Herausforderung, eine solchermaßen erweiterte Stadtbuslinie in die Taktung der Anschlussverbindungen am Camberger Bahnhof einzubinden.

Naheliegend wäre eine mehr individuelle Variante ähnlich eines Anruf-Sammel-Taxis (üblicherweise Fahrzeuge mit max. 8 Fahrgastplätzen). Soweit dieser zu einem ähnlichen Tarif wie der Stadtbusverkehr angeboten werden können soll, ist zwangsläufig von einem nicht unerheblichen Zuschussbedarf seitens der Stadt auszugehen. Reduziert werden kann dies nur bei Ausnutzung maximaler Fördermöglichkeiten Dritter.

Für uns vorstellbar ist eine kombinierte Lösung, die sich mit verschiedenen Komponenten befasst:

  • Finanzierung eines Fahrzeuges (Achtsitzer, weil ohne Personenbeförderungsschein von PKW-Führerscheininhabern fahrbar) durch Sozialsponsoring mittels Werbeflächenvermarktung und/oder Landesförderung Elektromobilität (https://www.strom-bewegt.de/).
  • Reduzierung der Personalkosten durch Einsatz von ehrenamtlich Tätigen als Fahrer/innen. Denkbar wäre ein Modell eines Generationenvertrages, der den jetzt Tätigen die Aussicht eröffnet, später den Service selbst in Anspruch nehmen zu können, wenn die eigene Fahrtauglichkeit nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung steht.
    Dieses Modell verspricht unseres Erachtens eine hohe Flexibilität, da individuelle Fahrstreckenwünsche und ggf. auch Verweildauer, z. B. auf Supermarktplatz, nicht per se durch strikten Linienverkehr ausgeschlossen, sondern durchaus in vertretbarem Rahmen aushandelbar erscheinen. Ein Elektro-Kleinbus hätte zudem in unserer Region Vorreitercharakter. Hinzu kommt, dass die Förderung über der von Zuschüssen zur Stärkung des „konventionellen“ Öffentlichen Personennahverkehrs liegen dürfte.

    Die starke Ortsgemeinschaft gerade in den kleinen Stadtteilen lässt uns hoffen, dass die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement als Fahrer/in bei vielen Bewohnern gegeben ist. Mit der Beschränkung auf sogenannte Achtsitzer-Fahrzeuge stünden grundsätzliche alle Inhaber einer PKW-Fahrerlaubnis für einen Einsatz zur Verfügung. Zudem verspricht dies einen hohen Auslastungsgrad der Fahrgastplätze.

    Einem höheren Bedarf könnte immer noch mit zusätzlichen Fahrterminen begegnet werden. Auch wenn in der Anfangsphase sicher nicht täglich ein derartiger Fahrservice zur Verfügung gestellt werden kann, sehen wir hier für die Zukunft Entwicklungspotenzial. Soweit das Fahrzeug nicht genutzt wird, könnte es ggf. auch für andere städtische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.“

Kinderflohmarkt im Bürgerhaus am 27. November 2016

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In knapp drei Wochen ist es wieder soweit. Der Förderverein der katholischen Kindertagesstätte St. Marien e. V. veranstaltet anlässlich des Christkindlmarktes wieder seinen Kinderflohmarkt im Bad Camberger Kurhaus.
Am Sonntag, 27. November 2016, können Kinder in der Zeit von 13.00 – 18.00 h ihre Waren feilbieten.
Die Standgebühr beträgt 5,- €/Tisch, 45 Tische stehen zur Verfügung.
Anmeldungen nimmt Yvonne Becker telefonisch unter Rufnummer 06434/903525 oder per E-Mail an kitaflohmarkt.camberg@web.de entgegen.
Der Förderverein ist wieder mit seinem Kuchenbuffet vertreten und wird auch frisches Popcorn anbieten. Zur Unterhaltung tragen kleine Tanz- und Musikdarbietungen bei.
Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Einige Worte des Dankes

Liebe Wählerinnen und Wähler,
liebe Bad Camberger,

am vergangenen Sonntag haben Sie mir bei der Bürgermeisterwahl Ihr Vertrauen ausgesprochen.
Für diesen Vertrauensvorschuss möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Ich werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass Ihre Erwartung erfüllt wird.
Bis zum Amtsantritt vergehen noch einige Monate, in denen ich wie bisher meiner Tätigkeit bei der Kommunalaufsicht nachgehe.
Gerne können Sie aber bereits jetzt Kontakt mit mir aufnehmen und Anliegen oder Ideen vorbringen.
Den bei den Haustürgesprächen und Infoständen im Wahlkampf begonnenen Dialog mit Ihnen möchte ich dauerhaft fortsetzen.
Derzeit ist es am einfachsten, mich per E-Mail zu kontaktieren, natürlich geht es aber auch telefonisch. Meine Kontaktdaten finden Sie rechts unter Impressum.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich nicht immer persönlich erreichbar bin.
Ich rufe Sie gerne zurück.

Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Mitbewerber Michael Abendroth, der sich als sehr fairer Verlierer erwiesen hat. Das knappe Ergebnis zeigt, dass er ebenfalls einen guten Wahlkampf betrieben hat, mit dem sich nicht wenige Bad Camberger identifiziert haben.
Seine Ankündigung, „kritisch, aber konstruktiv“ mein Engagement zu begleiten, entspricht genau meinem Verständnis davon, wie Politik auf kommunaler Ebene sein sollte.
Wenn es uns gelingt, diese Haltung umzusetzen, kann unsere Stadt nur davon profitieren.

Herzliche Grüße
Ihr
Jens-Peter Vogel

 

Alte „Neuigkeiten“

Nichts ist älter als die Zeitung von gestern. Während die Zeitung vom Vortag meist im Altpapier landet und mit ihr auch die tagesaktuellen Nachrichten, vergisst das Internet fast nie und man kann Jahre später noch Informationen abrufen.
Wenn man diese vorgeblich zur Meinungsbildung verbreitet, sollte man sie auch vollständig und nicht zusammenhanglos wiedergeben, da es sonst reine Stimmungsmache ist.
Über die Motivation solchen Handels kann sich jeder selbst Gedanken machen.

Vor rund 8 Jahren habe ich an der Volkshochschule in Limburg Finanzbuchhaltungskurse belegt, um das Wissen aus dem Studium aufzufrischen und zu vertiefen. Anlässlich eines Kurstreffens hat der Dozent geklagt, dass man in seinem Heimatort Weinbach keinen Bürgermeisterkandidaten hätte.
Fast im Nebensatz hat er dann mich gefragt, ob das bei meinem beruflichen Hintergrund nichts für mich wäre.
Ich habe mir damals einen Tag Bedenkzeit ausgebeten und bin spontan mit meiner Frau durch alle Weinbacher Ortsteile gefahren, um mir ein Bild zu machen. Zu dem Zeitpunkt (Anfang September 2008) kannte mich in Weinbach niemand. Die Entscheidung musste schnell fallen, da die Abgabefrist für die Wahlvorschläge unmittelbar bevorstand.

Trotz der nur noch knapp zwei Monate an verbleibender Wahlkampfzeit (Wahltermin war der 9. November 2008) habe ich mich für eine Kandidatur entschieden und bin gegen den Amtsinhaber angetreten.
43,2 % für mich abgegebene Stimmen sehe nicht nur ich als beachtliches Ergebnis, hier findet man einen kurzen Bericht. Zu einem Wahlsieg haben mir damals nur 165 Stimmen gefehlt.
Mein gutes Ergebnis führe ich darauf zurück, dass viele Wähler erkannt haben, dass neben Ideen und Zielvorstellungen auch das nötige Handwerkszeug, sprich eine Verwaltungsausbildung, eine große Rolle spielt.

Kleine Anekdote am Rande:
Seinerzeit war mein Wahlkampfmotto „Der Mensch im Vordergrund“, heute ist es „Der Mensch im Mittelpunkt“.
Die Kernaussage bleibt gleich und ist für mich so etwas wie ein Lebensmotto:
Unser Handeln und unsere Entscheidungen sollten sich am Wohl der Menschen orientieren.

Kleine Pressevorschau

Heute hier, demnächst in der Zeitung:

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Bad Camberg. Wo werden eigentlich die Holzhackschnitzel produziert, die in der Bad Camberger Heizanlage im Alten Feuerwehrgerätehaus am Amthof für Wärme in den städtischen Gebäuden rundherum sorgen? Dieser Frage ging Bürgermeisterkandidat Jens-Peter Vogel gemeinsam mit Mandatsträgern der SPD-Fraktion nach. Die Antwort: Oberhalb von Niederselters stellt die Firma Holzhandel Voll die Hackschnitzel her. Das Holz dafür kommt aus den Bad Camberger Wäldern. Es ist Holz, das sonst keiner Marktverwertung zugeführt werden kann, und somit quasi kostenlos als Energiequelle verwendet werden kann.

Vor einem beeindruckenden Hackschnitzelberg von ca. 1600 qm Volumen  – in etwa die Menge, die pro Jahr in der Bad Camberger Heizanlange benötigt werden – erklärten die Inhaber Alex und Bastian Voll den interessierten Mandatsträgern die einzelnen Schritte der Herstellung, Trocknung und Lagerung bis hin zum Transport zur Anlage am Amthof. Die Firma, die ihren Sitz in Bad Camberg hat, und im Holzhandel und Forstbetrieb tätig ist, hat den zusätzlichen Standort in der ehemaligen   Ziegelei an der Hessenstraße vor sechs Jahren bezogen. Hier häckselt sie das Holz in verschiedenen Körnungen, so dass unterschiedliche Heizanlagen beliefert werden können. Das Holz kommt ausschließlich aus der Region, denn das Konzept heißt: Kurze Wege, sowohl im An- wie auch im Abtransport. So ist beispielsweise auch die Gemeinde Selters Kunde, sie liefert das Holz und holt anschließend die Holzhackschnitzel wieder ab, um damit die Heizanlage für das Freibad zu betreiben. Jens-Peter Vogel zeigte sich beeindruckt vom Engegement der Firma Voll: „Sie haben das Heizanlage-Projekt in Bad Camberg von Anfang an begleitet und das Konzept der Verwertung des ansonsten nicht genutzen Holzes aus dem Bad Camberger Wald mit erarbeitet. Dies ist ein großartiges Beispiel für regionale Wertschöpfung. Außerdem wird durch die kurzen Wege und die nachwachsenden Rohstoffe eine umweltfreundliche Energiegewinnung ermöglicht.“ Magistratsmitglied Jens-Peter Vogel und Bürgermeister Wolfgang Erk betonten, dass die Kommunen durch die Einführung großer Holzhackschnitzel-Heizungen dazu beigetragen haben, die Infrastruktur zur regionalen Herstellung der Holzhackschnitzel herzustellen. „Davon können nun auch die Bürgerinnen und Bürger privat profitieren, denn von hier aus können bei Bedarf auch private Kleinanlagen beliefert werden.“ Dies trage dazu bei, Öl und Gas als Energiequellen zu reduzieren und stattdessen mit Holz als nachwachsendem Rohstoff zu heizen. Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, der ebenfalls anwesend war, dankte der Firma Voll für den interessanten Einblick in die Holzverwertung. „Wir sehen hier ein hervorragendes Beispiel für eine gute und für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen einem privaten Unternehmen und der Kommune, die im Sinne der regionalen Wertschöpfung und der umweltschonenden Herangehensweise vorbildlich ist.“

Einladung zum Apfelwein-Abend

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Am Samstag, 29. Oktober 2016, sind Sie ab 18.00 Uhr herzlich eingeladen zu einem Apfelwein-Abend in der Grabenstr. 12.

Neben Apfelwein gibt es natürlich auch frisch gepressten Apfelsaft. Gegen den Hunger wird Handkäs mit Musik und Zwiebelkuchen aufgefahren.
Auch wer lieber Bier, Cola oder Limonade trinkt, wird nicht dursten müssen.
In lockerer Runde besteht Gelegenheit, sich über die verschiedensten Themen auszutauschen.
Speis und Trank sind kostenlos, eine kleine Spende als Unkostenbeitrag ist natürlich trotzdem willkommen.

Für musikalische Untermalung sorgt übrigens Benedikt Schmidt, besser bekannt als Bentagon.

P.S.: Wer den Tippfehler im Plakat findet, bekommt ein zusätzliches Gratis-Getränk am Samstag. 🙂

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Unterstützung für die Camberger Kerb

pressemitteilungAm vergangenen Freitagnachmittag haben der Landtagsabgeordnete Tobias Eckert und ich schon vor dem Kerbebaumstellen im Gespräch mit der Kerbegesellschaft von den kurzfristig erhaltenen Auflagen erfahren.
Leider bringt es der Freitagnachmittag so mit sich, dass man zu dieser Zeit kaum eine Chance hat, noch jemand bei der zuständigen Behörde zu erreichen. Schade für die 2016er Kerb.
Aber vielleicht erreicht die von mir mitinitiierte Kleine Anfrage von Tobias Eckert für zukünftige Veranstaltungen etwas.
Traditionsveranstaltungen wie die Kerb dürfen nicht durch übermäßige Auflagen zum Sterben verurteilt werden.
Ein Wochenende pro Jahr mit erhöhtem Lärmpegel halte ich für durchaus zumutbar.
Mir hat es seinerzeit als Anwohner am Marktplatz auch nicht wirklich gefallen, das Blinklicht am Kerbebaum direkt vor dem Schlafzimmerfenster zu haben, aber ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, mich deswegen hochoffiziell irgendwo zu beschweren.
Aber jeder hat ein anderes Verständnis von Gemeinschaftssinn und Toleranz…